Umzug: Neue Webseite für den Glockenblog
22.2.2012 von admin.
Der Glockenblog ist ab dem Jahr 2012 umgezogen. Sie finden neueste Informationen aus der Welt der Glocken nun HIER.
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CD Projekt “Soli Deo Gloria” von Anne-Claudia Renz mit Glockenklängen
25.12.2011 von admin.
Zahlreiche Komponisten des Mittelalters und des Barock setzten an Anfang oder Ende ihrer Partituren die Abkürzung S.D.G. für “Soli Deo Gloria” (”Gott allein zur Ehre”) um ihre Verbundenheit mit Gott auszudrücken, so auch der große Johann Sebastian Bach.
Die Konzertviolinistin Anne-Claudia Renz nahm sich in Ihrer CD dieses Themas an und spielte die Sonate a-moll für Violine Solo BWV 1003 ein, wobei die einzelnen Sätze mit Psalmworten eingeleitet werden, die den Ausdruck der Sätze der Sonate repräsentieren. Texte und Musik sind zugleich eine Einladung zur Meditation. So finden sich einige Texte in Deutsch, Hebräisch, Englisch, Twi (Ghana), Kiswahili und japanisch in geprochener und gesungener Form auf der CD. Teile der Texte sind mit dem Geläut von Glocken unterlegt, deren Aufnahmen ich zu diesem Projekt beigesteuert habe. Ich wählte dazu klanglich schöne Barockglocken und Barockgeläute aus meinem Glockenarchiv, die mit der Musik aus Bachs Zeiten korrespondieren.
Die CD ist zugleich mit einem Spendenprojekt für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen verbunden. Wer sich für die CD und das Projekt interessiert, kann sich hier informieren.
Sebastian Wamsiedler
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Eine Stimme für Anklam: Das Glockenprojekt der Marienkirche in Anklam
30.11.2011 von admin.
Die weithin sichtbare Backsteinkirche St. Marien in Anklam beherbergt ein dreistimmiges Geläut, wovon die größte Glocke, mit Namen Apostelglocke, von besonderer Bedeutung ist.
Die Apostelglocke stellt eines der wertvollsten spätmittelalterlichen Glockenkunstdenkmäler Norddeutschlands und darüber hinaus dar. Sie wurde im Jahre 1450 von der Monkehagen-Werkstatt geschaffen und besitzt den Nominalton h° +10 bei einem Gewicht von ca. 4500 kg. Ihren Namen erhielt sie von den an der Schulter umlaufenden Rundmedaillons (unterhalb der Inschriftenzeile), welche meisterhaft gezeichnete (geritzte) Brustbilder der Apostel zeigen. Eine Darstellung findet sich hier. Zudem finden sich auf der Flanke weitere Ritzzeichnungen, eine Kreuzigungsgruppe sowie Bildnisse des Hl. Nikolaus, der Hl. Barbara und der Hl. Ursula. Insgesamt zeigt sich die Apostelglocke als ein künstlerisches Meisterwerk und Hauptwerk spätmittelalterlicher Glockenritzungen dessen kunsthistrorischer Wert nicht hoch genug angesetzt werden kann.
Die Apostelglocke blickt jedoch auf eine wechselvolle und tragische Geschichte zurück. Sie wurde ursprünglich für die benachbarte St. Nicolaikirche gegossen und war die größte Glocke des dortigen Geläutes. Am 29. April 1945 wurde die St. Nicolaikirche jedoch von zurückweichenden deutschen Truppen in Brand geschossen. Das bedeutende mittelalterliche Geläut der Kirche wurde bis auf die Apostelglocke vollständig zerstört. Diese stürzte beim Turmbrand aus ca. 50 m Höhe schwer beschädigt zu Boden und büßte beim Absturz ihre Krone ein. Zudem erlitt sie einen Materialausbruch an der Schärfe. Durch die enorme Hitzeeinwirkung kam es zu einer Zinnausschwitzung in Teilen der Innenseite. Die Erwärmung der Glocke beim Brand und der Absturz aus dem Turm führte zudem zu einer leichten Verformung der Glocke. Das unkontrollierte Abkühlen und die Zinnausschwitzungen zerstörten schließlich ihr originales Klangbild. Da die St. Nicolaikirche schwer beschädigt war und die benachbarte St. Marienkirche (ebenfalls mit schweren Kriegsschäden) bereits 1947 schon wieder benutzt werden konnte, erfolgte die Aufhängung der Apostelglocke in der St. Marienkirche zusammen mit zwei neugegossenen Glocken aus der Glockengießerei Schilling in Apolda. Leider wurde der Glockenstuhl für eine solch große Glocke zu schwach dimensioniert und die Apostelglocke in ein stark verkröpftes Stahljoch gehängt und mit einem elekrtischen Läuteantrieb versehen.
Zu Beginn der 1990er Jahre wurde ein Läuteverbot für die Apostelglocke aufgrund der Glockenstuhlsituation, des verkröpften Stahljoches und den schweren Schädigungen der Glocke selbst ausgesprochen. Seitdem schweigt die Glocke und gibt nur noch ein bildhaftes Zeugnis von der meisterhaften Kunstfertigkeit ihres Gießers und Ritzmeisters ab.

GLOCKENPROJEKT ANKLAM
Die Evangelische Kirchengemeinde Anklam hat sich für Sanierung der Glockenanlage entschieden. Damit einhergehend ist es nötig, den Glockenstuhl zu überarbeiten. Der Gemeinde wurde zudem der Neuguß von vier Glocken empfohlen, um dem Kirchenbau ein angemessenes Geläut zu verschaffen. Die Kosten werden mit ca. 250.000 EUR veranschlagt. Aufgrund dieser enormen Summe ist die Gemeinde auf Spenden angewiesen. Bitte unterstützen Sie das Spendenprojekt hier.
In den beiden nachstehenden Videos des Verfassers sehen und hören Sie die beiden 1947 gegossenen Glocken aus der Gießerei Schilling sowie die Apostelglocke. Zu Dokumentationszwecken wurde die Apostelglocke noch einmal per Hand geläutet.
© Sebastian Wamsiedler
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Braunschweiger Stadtgeläut am 26.11.
20.11.2011 von admin.
Das neue Kirchenjahr wird am Samstag, den 26.11. um 18.00 Uhr traditionell in Braunschweig mit dem Stadtgeläut eröffnet. Dabei läuten sämtliche Glocken der Braunschweiger Innenstadtkirchen für 30 Minuten. Es besteht die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Rundganges von Kirche zu Kirche die einzelnen Geläute anzuhören oder aber sich von einem exponierten Standort einen Gesamteindruck vom Zusammenklang aller Glocken zu verschaffen. Neben dem Frankfurter (Main) ist das Braunschweiger Stadtgeläut das bekannteste und bedeutendste Gesamtgeläut Deutschlands, welches klanglich aufeinander abgestimmt ist. In Braunschweig erkling das Stadtgeläut lediglich zwei Mal im Jahr. Das nächste Stadtgeläut ist am Gründonnerstag 2012 zu hören. Welche Glocken wo zu hören sind, können Sie hier nachlesen. Die nachstehenden Videos geben einen kleinen Eindruck von der Klangvielfalt des Stadtgeläutes.
© S. Wamsiedler
Nachtrag am 24.11.2011
Die Propstei Braunschweig macht auf Ihrer Internetseite seit dem 22.11.2011 ebenfalls auf das bevorstehende Stadtgeläut aufmerksam. Der dazu erschienene Text wurde in Teilen exakt aus meinem oben stehenden Text entnommen, leider ohne Nennung der korrekten Autorenschaft. Neben diesem Ärgernis, wäre es doch zumindest freundlich gewesen, die Leser der Internetseite der Propstei auf weitergehende Informationen zu den zu hörenden Glocken auf meine Seite zu verweisen, so dass Interessierte auch Informationen darüber erhalten, welche Glocken sie denn nun genau hören. Ich hoffe auf Besserung bei Berichten zum Stadtgeläut im kommenden Jahr.
© S. Wamsiedler

Screenshot der Internetseite der Propstei Braunschweig vom 24.11.2011
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Videodokumentation des Kolloquiums zur Glockenkunde 2011
14.11.2011 von admin.
Nun gibt es doch noch einen Nachtrag zum diesjährigen Kolloquium zur Glockenkunde. Dr. Konrad Noll hat mit einem halbstündigen Video das Kolloquium in Bildern, Videos und Tondokumenten zusammengefasst. Das sehenswerte Video gibt es nachstehend zu betrachten.
S. Wamsiedler
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Aus der Praxis: Klöppelbefestigungen mit Mittelschraube
7.11.2011 von admin.
Neben der klassischen Klöppelbefestigung mittels eines eingegossenen Klöppelhängeeisens gibt es bei neueren Glocken unter anderem die Befestigungsart durch eine Mittelschraube. Dazu befindet sich in der Mitte der Haube eine Durchbohrung durch die eine Mittelschraube geführt wird. Diese führt durch Glockenkrone und Joch und kann damit oberhalb des Joches justiert und gespannt werden. Der Vorteil dieser Befestigungsart liegt in der genaueren Ausrichtung und Zentrierung des Klöppelanschlages.

Leider kommt es immer wieder einmal durch mangelnde Wartung und fehlende Eigenkontrolle durch die jeweilige Kirchengemeinde dazu, dass sich die Befestigung löst und sich damit der Klöppelanschlagspunkt verschiebt. Neben fehlender Wartung kann allerdings auch ein neu montiertes Holzjoch die Ursache sein, wenn es noch nicht genügend ausgetrocknet ist. Da das Holz in der Regel immer noch nachtrocknet und zu losen Schraubverbindungen führt, ist eine regelmäßige Kontrolle besonders wichtig!
Im folgenden Video ist die bereits stark gelöste Mittelschraube auf eine ungenügende Wartung zurückzuführen. Der Anschlagspunkt hatte sich bereits verschoben und der Klöppel begann über den Schlagring zu schlingern. Die dadurch gelöste Klöppelgabel drückte zusätzlich unkontrolliert in die Haubenbohrung hinein. Der Schaden konnte vom Verfasser bereits bei der Läuteprobe von außerhalb des Kirchturmes erhört werden. In einem solchen Fall ist der Läutebetrieb bis zur Neujustierung des Klöppels am besten einzustellen bzw. stark einzuschränken, um weiteren Schädigungen vorzubeugen.
© S. Wamsiedler
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Neue Glocken für die Kathedrale Notre-Dame de Paris
20.10.2011 von admin.
Die Kathadrale Notre-Dame de Paris soll im Zuge des zur Zeit stattfindenden Renovierungsprojektes, welches bis zur 850-Jahr-Feier der Kathedrale im Jahre 2013 abgeschlossen sein soll, neun neue Glocken erhalten. Das jetzige Kathedralgeläut besteht aus insgesamt fünf Glocken, bestimmt von einer der klangschönsten europäischen Großglocken, der Emmanuel. Sie wurde im Jahre 1685 von den lothringischen Wandergießern Chapelle, Gillot und Mourea gegossen und besitzt den Nominal ges° bei einem Schätzgewicht von 13 t. Emmanuel wurde schon von Napoleons Bronzeraubzügen auf den Kirchtürmen ausgenommen, weil er ihren Klang liebte. Daneben besitzt Notre-Dame noch vier weitere Glocken, welche 1856 von der Glockengießerei Guillaume-Besson in Angers mit der Nominaltonfolge des’ - es’ - f’ - ges’ gegossen wurden. Nach einem heute erschienenen Bericht der Tageszeitung “La Croix” sollen diese vier Glocken eingeschmolzen werden und das Kathedralgeläut um neun neue Glocken ergänzt werden. Sollte diese Tatsache zutreffen, so wäre es ein ungeheurer Frevel gegen die jetzigen denkmalwürdigen Glocken. Unbestritten ist jedoch, dass die Geläuteergänzung von 1856 in keinster Weise dieser bedeutenden Kathedrale gerecht wird und eine Aufstockung des Geläutes den zahlreichen liturgischen Feierlichkeiten in dieser Kirche nur gerecht wird. Dennoch dürften die Glocken nicht einfach eingeschmolzen werden. Vielmehr sollten sie in einer anderen Kirche weiterläuten oder zumindest einen ehrenvollen Platz an Notre-Dame erhalten. Hoffentlich ist in diesem Punkt die letzte Entscheidung noch nicht gefallen!
Anbei zwei Tonbeispiele, das jetzige Geläut (Video) und eine Simulation des neuen Geläutes.
© S. Wamsiedler
Höreindruck des jetzigen Geläutes
Simulation des neuen Geläutes von Notre-Dame de Paris - HIER
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Das war das 19. Kolloquium zur Glockenkunde - ein Bericht
14.10.2011 von admin.
Das 19. Kolloquium zur Glockenkunde des Deutschen Glockenmuseums im münsterländischen Gescher ist beendet. Einen Bericht des Verfassers über das Kolloquium findet sich HIER.
Lesen Sie HIER den Bericht des Exkursionstages von Matthias Braun.
Zeitungsberichte über das Kolloquium finden sich HIER und HIER.
© S. Wamsiedler
Einläuten des 19. Kolloquiums zur Glockenkunde mit dem Geläut von St. Mariä Himmelfahrt zu Gescher.
Geläutevorführung an St. Ludgerus zu Billerbeck anlässlich des 19. Kolloquiums zur Glockenkunde
Die große Glocke in St. Ludgerus zu Billerbeck hatte leider einen Läutemaschinendefekt.
Aufgrund der defekten Läutemaschine wurde die große Glocke schließlich von vier beherzten Teilnehmern im Plenum händisch geläutet.
Glockenbeiern an St. Johannis zu Billerbeck. Die große Glocke wird händisch geläutet, während die beiden kleineren eingestoßen werden.
Glockenbeiern an St. Johannis zu Billerbeck. Hier werden alle drei Glocken gebeiert.
Taktläuten an St. Johannis zu Billerbeck. Die beiden größten Glocken werden händisch im Takt geläutet, während die kleinste Glocke dazu im Takt gebeiert wird.
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19. Kolloquium zur Glockenkunde
27.9.2011 von admin.
In wenigen Tagen ist es wieder soweit. Das 19. Kolloquium zur Glockenkunde findet erstmals vom 30. September bis zum 3. Oktober in der Glockenstadt Gescher statt. Das Kolloquium ist ein Treffen von internationalen Glockenforschern, welches vom Deutschen Glockenmuseum ausgerichtet wird. Das Deutsche Glockenmuseum verlegte im letzten Jahr seinen Sitz vom hessischen Greifenstein nach Gescher und kooperiert nun mit dem Westfälischen Glockenmuseum.
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BLOG-Start: Die Glocken von St. Petri zu Altentreptow
27.9.2011 von admin.
Die Monkehagen-Glockengießerwerkstatt, war die bedeutendste im 14. und 15. Jahrhundert in Mecklenburg und Pommern. Sie arbeitete in mehreren Städten Norostdeutschlands, hatte ihren Hauptsitz aber vermutlich um Rostock herum. Aufgefundene Gießerzeichen neben dem der Monkehagen-Werkstatt auf einer Glocke in Anklam und unterschiedliche Stile von Verzierungen lassen darauf schließen, dass die Werkstatt von mehreren Meistern betrieben wurde. Beleg dafür ist auch die lange Wirkungszeit. Zahlreiche Glocken sind noch erhalten geblieben, darunter auch wenige Großglocken, in denen sich die hohe Qualität dieser Werkstatt zeigt.
Gießerzeichen der Monkehagen-Werkstatt

Das einzig bis in die heutige Zeit erhaltene Geläute der Monkehagen-Werkstatt findet sich in der St. Petrikirche zu Altentreptow. Mit der ca. 4,5 Tonnen schweren “Großen Glocke” aus dem Jahre 1431 entstand eine der beeindruckendsten und schwersten Glocken der Monkehagen-Werkstatt im Nominal cis1 +3. Im selben Jahr entstand die erheblich kleinere Sonntagsglocke mit einem Gewicht von 816 kg und dem Nominal f1. Das Geläut wurde schließlich im Jahre 1455 mit dem Guß der ca. 2,5 Tonnen schweren Apostelglocke mit dem Nominal d1 ± 0 komplettiert.
Die beeindruckende Wirkung auf den Zuhörer kommt vor allem bei der großen Glocke zum tragen, da diese in besonders schwerer Rippe gegossen ist, wie beispielsweise auch die Professorenglocke des Greifswalder Domes (Nominal c1 -1, Gewicht 4020 kg) und die große Glocke der Marienkirche zu Rostock (Nominal d1 -1, Gewicht 4226 kg), welche ebenfalls aus der Monkehagen-Werkstatt stammen. Die enorme Klangfülle dieser Glocken ist fast schon unbeschreiblich.
Alle drei Glocken sind in unterschiedlich schweren Rippen gegossen. Dieser Umstand, als auch die Tatsache, dass es sich bei den drei Glocken um keine musikalisch geschlossene Einheit handelt, legt den Schluß nahe, dass je nach liturgischem Anlaß nur eine Einzelglocke Verwendung fand. Die Namensgebung der Glocken unterstützt zusätzlich diese These.
Aufgrund eines Gutachtens, welches die Sonntagsglocke als klanglich untragbar degradierte, wurde die Glocke 1929 abgehängt. Die Glocke wurde an einer Kapelle in einem freistehenden Glockenstuhl weiterverwendet bis sie zersprang und schließlich 1958 von der Gießerei Schilling aus Apolda zu einer fis1-Glocke mit 770 kg Gewicht umgegossen wurde. Diese Glocke wurde wieder im Petrikirchturm aufgehängt. Gleichzeitig erfolgte jedoch ein schwerer Eingriff in den Bestand, denn alle Glocken wurden an verkröpfte Stahljoche gehängt. Dieses führte neben dem schlechten Läuteverhalten zu einer Erhöhung der Sprunggefahr. Da die verköpften Stahljoche bauartbedingt zu Ermüdungsbrüchen und weiteren Schäden neigen, zeigte sich dieses schließlich auch in den 1990er Jahren bei den Glocken, so dass die “Große Glocke” stillgelegt wurde. Schließlich erfolgte die Rückhängung aller Glocken an gerade Holzjoche. In dieser Weise präsentiert sich das Geläute heute in dem noch original erhaltenen Bockstrebenstuhl aus der Gußzeit der ersten beiden Glocken.
Literaturempfehlung
Claus Peter: Die Glocken der Rostocker Altstadtkirchen. Hrsg. Oberkirchenrat der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs, Bauabteilung. Juni 2011.
Claus Peter: Rickert de Monkehagen - eine mittelalterliche Glockengießerwerkstatt im Ostseeraum. In: Michael Bunners und Erhard Piersig (Hrsg.). Jahrbuch für mecklenburgische Kirchengeschichte. Mecklenburgia Sacra. Band 10,2007.
© S. Wamsiedler
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